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Nachrichten

Wenn der Anstand der Gier zum Opfer fällt

6. Zwischenruf
28. März 2020

Gier und Raffsucht haben uns in die missliche Lage gebracht, von einem menschenverachtenden System wie dem Chinas abhängig zu werden. Rücksichtslosigkeit und das Fehlen jeglicher moralischeren Grundsätze waren Kompass und Leitmotive für eine Entwicklung, die das Streben nach unanständig hohen Gewinnen vorangetrieben hat. Gewinne zu erzielen, das ist die Absicht, die sich hinter jeder geschäftlichen Aktivität verbirgt und sie ist per se das Treibmittel einer erfolgreichen Wirtschaft. Nur sie ist in der Lage Arbeitsplätze zu schaffen, Forschung zu betreiben und gesellschaftlichen Wohlstand zu garantieren. So weit so gut. Wenn aber das Streben nach Gewinn der einzige Motor von Unternehmensphilosophien wird, dann löst sich die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit von der volkswirtschaftlichen Vernunft. Dann stellt man – leider meist zu spät – fest, dass Schlüsselbetriebe verkauft, ganze Produktionszweige verlagert und lebenswichtige Medikamente nicht mehr hergestellt werden können. Das alles, weil übliche Gewinne durch die Einsparung von Kosten zu unanständigen hohen Gewinnen mutierten. Jetzt sollen, durch staatliche Eingriffe garantiert, solche Schlüsselproduktionen im eigenen Land aufrechterhalten werden. Die Einsicht kommt gerade zu einer Zeit, in der ganz Deutschland Gefahr läuft, den Kampf gegen die Corona-Pandemie allein schon wegen fehlender Schutzmasken und Schutzkleidung zu verlieren.

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Die Krise gebärt neue Stars

5. Zwischenruf

26. März 2020

Hätte ich vor Wochen gefragt, wer Alexander Kekulé, Christian Heinrich Maria Drosten, Hendrik Streek und Lothar Hein Wieler seien, dann hätten wohl 99 Prozent der deutschen Bevölkerung mit den Schultern gezuckt. Im Geist hätte der Eine vielleicht seine Suche im Rich der Boygroups gestartet, während der weniger musikbegeisterte Zeitgenosse vielleicht die Spielberichte des fußballkickenden Nachwuchses durchleuchtet hätte. Zugegeben, vielleicht fällt es der Mehrheit in dieser ungestützten Form auch heute noch schwer, die Typen, die sich hinter den Namen verbergen, identifizieren zu können. Nennt man ihre akademischen Grade, die allesamt das dem Mindestmaß eines Doktors und Professor aufweisen, dann dürfte es schon bei der Mehrheit klingeln. In Wirklichkeit sind ihre Gesichter nahezu jeden Abend in unseren Wohnzimmern zu Gast, flimmern aus allen Kanälen und vielen Formaten, aus Studios, Fernsehpulten oder Pressekonferenzen aus den LED-Flachbildschirmen in die wissbegierige Familiengemeinschaft. Es sind die Wissenschaftler, die in der Fachwelt aufgrund ihrer bisherigen Leistungen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Ihre beruflichen Titel sind so lang, dass Rattenschwänze eine viel zu kurz geratene Bezeichnung wären. Ich habe Sie am Ende des Artikels zusammengefasst, weil sie sonst jeden Lesefluß sprengen würden.

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Wie dumm muss man eigentlich sein…

4. Zwischenruf
25. März 2020

In funktionierenden Demokratien werden sie gern als die vierte Macht im Staat bezeichnet. Medien nehmen in unserer Gesellschaft eine Sonderstellung ein. Ihnen gebührt die Aufgabe die Legislative, die regierende Staatsgewalt also, zu kontrollieren oder zu kritisieren, für die erforderliche Transparenz zu sorgen und auch die Finger in jene Wunden zu legen, die Regierende gern verheimlichen wollen. Das ist ein ehernes Gut unseres Staatswesens, das zu verteidigen eine ebenso ehrenwerte Aufgabe ist. Doch wer kritisiert sie, die berufsmäßig zu Kritikastern werden? Niemand, weil sich keiner traut? Niemand, weil man dann in die rechte Ecke jener Soziopathen gesteckt wird, die ihrerseits die Mär von der Lügenpresse in die Welt gesetzt haben? Niemand weil selbst Medienschaffende den Spruch kennen gemäß dem man sich zwar mit einem Redakteur anlegen darf, niemals aber mit einer Redaktion.

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Mystische Orte: Burgstall Degenberg

Der Autor Manfred Böckl startet in der März-Ausgabe eine Serie über „MYSTISCHE ORTE“. Die 1. Folge beschreibt den Burgstall in Degenberg. Unser Fotograf war vor Ort und hat die Reste der Ruine fotografiert. Der Artikel stammt aus Böckls Buch „Keltenschanzen, Ringwälle, Burgställe“ das direkt bei Amazon bestellt werden kann. Siehe hierzu auch die Anzeige am Rand unserer Homepage.

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